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FAQ Was ist Fairtrade im Weltladen?
Wir Weltläden unterscheiden uns von anderen Läden, in denen Sie fair gehandelte Produkte bekommen können.

Unsere Kriterien sind strenger als es das Fairtrade-Siegel erfordert.

So ist der Fairtrade-Anteil bei verarbeiteten Lebensmitteln mit über 50% deutlich höher, als das Fairtrade Produktsiegel vorsieht (dort nur 20%). Dafür stehen die traditionellen Fairtrade Importorganisationen GEPA, El Puente und DWP.

Wir setzen auf langfristige Handelsbeziehungen der Fairtrade-Importeure mit den Produzenten. Die Handelspartner in Übersee bekommen bei Bedarf eine Vorfinanzierung, sowie langfristige Verträge, was über den bloßen Fairtrade- Zuschlag und die Fairtrade Prämie für Gemeinschaftsprojekte hinausgeht.

Unsere Lieferanten kümmern sich in den Partnerländern um Beratung, Schulung, und gemeinsame Entwicklung einer exportfähigen Produktpalette.

Wir achten darauf, bei hoch verarbeiteten Produkten, wie z.B. Textilien, dass möglichst während der ganzen Produktionskette faire Bedingungen herrschen.

So wird vermieden, dass ein teurer Fairtrade-Produktionsabschnitt die Preise bei den anderen Verarbeitungsschritten drückt. Die Produzenten sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Unser Fairtrade-Begriff ist geografisch nicht auf tropische Länder bzw. klassische Entwicklungsländer beschränkt. So unterstützen wir z.B. ganz konkret die Produktionsgemeinschaft Libera Terra, die „mafiafreie“ Lebensmittel aus Sizilien und Apulien vermarktet. Für uns ein Fall von Fairtrade in Europa.

Kriterien des Fairen Handels
  • Sozial- und Umweltverträglichkeit:

    Im Fairen Handel stehen die Menschen und ihre elementaren Bedürfnisse im Vordergrund. Seine Qualität besteht nicht nur in der Hochwertigkeit der gehandelten Produkte, sondern ganz besonders in sozialen Arbeitsbedingungen, in Handelskonditionen, die dazu beitragen, die Existenz der ProduzentInnen zu sichern und im Respekt für Mensch und Umwelt. Höhere Erlöse für die ProduzentInnen, Vorfinanzierungen der Produktion/ der Ernte und die finanzielle Förderung sozialer Verbesserungen unterscheiden ihn vom "Normal"-Handel.

  • Transparenz

    Der Faire Handel der Weltläden bezieht seine Glaubwürdigkeit vor allem aus umfassender und wechselseitiger Transparenz: ProduzentInnen, Importeure und Weltläden geben Einblick in ihre Zielsetzung, Arbeitsweise, Besitzverhältnisse, finanzielle Situation, Handelswege und Kriterien für die Auswahl ihrer Handeslpartner.

  • Demokratische Strukturen

    Ein partnerschaftliches Verständnis ist auch innerhalb der beteilgten Organisationen maßgeblich.
    ProduzentInnen, Importorganisation und Weltläden gewährleisten unabhängig von formalrechtlichen Strukturen eine ausreichende Mitbestimmung aller MitarbeiterInnen.

  • Non-Profit-Orientierung

    Gewinnmaximierung (die Unterordnung anderer Aspekte unter die Erzielung eines höchstmöglichen Gewinns) ist kein Ziel des Fairen Handels der Weltläden.

    Auf allen Ebenen des Handels werden Erlöse für Gemeinschaftsausgaben und die Stärkung des Fairen Handels verwendet (z. B. Bildung, Zukunftsinvestitionen und Öffentlichkeitsarbeit).

  • Informations- und Bildungsarbeit

    Informations- und Bildungsarbeit zu den Problemen des Welthandels hat einen hohen Stellenwert in der Arbeit der Weltläden. Neben der Information zu Produkten und ProduzentInnen beteiligen sie sich an Kampagnen und politischen Aktionen und arbeiten dabei mit anderen Initiativen zusammen.
    Weltläden bevorzugen "politische" Produkte, an denen sich die Situation der Herkunftsländer im Welthandel beispielhaft darstellen lässt.

  • Kontinuität

    Kontinuität der (Handels-)Beziehungen ist die Grundlage für eine echte Partnerschaft im Fairen Handel der Weltläden: sie schafft die Verlässlichkeit, die der Welthandel nicht bietet. Kontinuität zeigt sich etwa in langfristigen Lieferverträgen, intensiver Beratung zur Weiterentwicklung von Produkten oder interner Weiterbildung au allen Ebenen.

  • Regeln für Ergänzungsprodukte

    Ergänzungsprodukte sind Produkte, deren Hauptrohstoffe nicht von HandelspartnerInnen in sogenannten Entwicklungsländern stammen, z. B. Umweltschutzpapier. Für sie gelten ähnliche Kriterien wie für Produkte aus dem Süden. Ein inhaltlicher Bezug zu diesen Produkten und zu den Zielen der Weltläden muss gegeben sein. Ergänzungsprodukte müssen als solche kenntlich gemacht werden.
Leistungen des Fairen Handels
    Der Faire Handel

  • unterhält transparente und partnerschaftliche Handelsbeziehungen zu den Organisationen, die die Interessen der ProduzentInnen vertreten,

  • schließt unfairen Zwischenhandel aus

  • ermöglicht den ProduzentInnen höhere Erlöse und/oder andere Vorteile wie z.B. langfristige Handelsbeziehungen und Vorfinanzierzung,

  • sichert die Rechte von Kindern,

  • trägt zur Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der beteiligten Organisationen bei,

  • verbessert die Arbeitsbedingungen für die ProduzentInnen,

  • trägt zur Qualifizierung von ProduzentInnen und Partner-Organisationen bei,

  • fördert die Umstellung auf biologische Landwirtschaft,

  • leistet Bildungsarbeit zu den Rahmenbedingungen des Welthandels und motiviert so zu bewußtem Kauf von fair gehandelten Produkten,

  • leistet politische Kampagnenarbeit mit dem Ziel, die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten.

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